Training - Das Konzept von PA (Periodsierung)

Die Thematik „Periodisierung“ ist im Sport seit mindestens Mitte der 1950er Jahre bekannt und wurde zu dieser Zeit vor allem in der damaligen Sowjetunion vorangetrieben. Seit dieser Zeit wurden zahlreiche Modelle der Periodisierung entwickelt und auch in der Praxis umgesetzt. Abschließend lässt sich aber feststellen, dass Standards der Sportwissenschaft wie z.B. der klassische Jahresaufbau nie abschließend wissenschaftlich erforscht worden sind – es also keine abschließende Evidenz für diese Thematiken gibt. Trotzdem findet man sie in jedem Handbuch zur Trainingslehre oder Trainingsplanung von Ausdauersporten wieder.

 

Unserer Meinung nach sollte man demnach eher konservativ mit Modellen der Periodisierung umgehen, auch wenn mögliche Vorteile z.B. der Block-Periodisierung überzeugend klingen und auch entsprechend vermarktet werden. Zugrundeliegend ist aber immer die Proteinbiosynthese die wir durch eine Leistungsdiagnostik ableiten können. Deshalb passen wir Trainingsvolumina und die Trainingsintensitätsverteilung stets an die aktuelle Leistungsfähigkeit der Athleten an. Aktuelle Untersuchung auf diesem Gebiet zeigen zudem, dass sich die Charakteristik des Trainings von internationalen Top-Athleten im Jahreslauf kaum verändert. Training sollte sich also nicht durch allgemeine fehlgeleitet, sondern begründend geplant und kontrolliert werden.

 

Im nächsten Beitrag soll es darum gehen wie sich einzelnen Trainingseinheit aufeinander auswirken und wie man dies in einer Mikro-Periodisierung berücksichtigen sollte.