Mit 10 Stunden/Woche Training zu 10:19h bei der Langdistanzpremiere!

Ist eine regelmäßige Leistungsdiagnostik sinnvoll?

Diese Frage wird uns immer wieder gestellt und die Antwort ist relativ einfach: „JA!“ Egal ob Einsteiger oder Profi, du oder dein Trainer sollten wissen wo deine Trainingsbereiche liegen, um effizient zu trainieren und deine Leistung verbessern zu können. Ein gutes Körpergefühl ist sehr wichtig, aber können wir uns im Training immer darauf verlassen? Wenn wir ehrlich zu uns sind, nicht immer.

 

In einem anderen Blog haben wir bereits kurz erläutert, dass bspw. ein Jan Frodeno sein Niveau nicht lange halten kann, sollte er seine Umfänge auf einmal halbieren. Sprich, gewisse Leistungen/Ergebnisse stehen im Verhältnis zum Trainingsumfang und Intensität – dies kann durch ein Leistungsdiagnostik vorgegeben werden.

 

Die Aufgabe für uns Trainer liegt darin, die Auswertung einer Leistungsdiagnostik entsprechend zu analysieren und zu bewerten. Wo liegt das größte Potential des Athleten, was hat der Athlet für Ziele, wie viel Zeit bleibt uns noch bis zum Hauptwettkampf, wie viel Zeit kann/will der Athlet pro Woche trainieren usw.? Viele Fragen, die bei der Trainingsplanung natürlich eine Rolle spielen und die Aufschluss darüber geben, ob die Ziele realistisch sind oder auch nicht.

 

Wie so etwas in der Praxis aussehen kann, wollen wir euch am Beispiel von Michael Deuster zeigen. Michael kam Anfang 2016 mit dem Ziel zu uns in Köln seine erste Langdistanz zu finishen. Und was kam Ende seiner Premiere dabei heraus? 10:19 Std. WOW! Doch der Weg dahin war eigentlich sehr simpel. „No Rocket Sience!“ und auch keine 15-20 Std. Training in der Woche.

 

Michael hat einen Job wie viele andere auch und hat in der Spitze 12 Std. trainiert. Im Schnitt lagen seine Umfänge im Sommer jedoch bei 8-10 Std pro Woche. Im Winter waren es noch etwas weniger. Aber die verfügbare Zeit haben wir sinnvoll und zielgerichtet genutzt.

 

Am Ende haben wir Michaels Durchschnittsleistung beim Ironman auf 1 Watt genau im Vorhinein bestimmt und konnten somit ein optimales Rennergebnis planen.

 

Wie sich Michael entwickelt hat, könnt ihr in der Tabelle ablesen:

 

Datum VO2_max Vla_max Schwelle (W) Schwelle (W/kg) IM-Pace
Feb 16 57,31 0,55 230 3,39 154
Mai 16 65,11 0,58 265 3,96 180
Aug 16 67,55 0,54 270 4,19 186
Entwicklung (+15%) (-0,2%) (+15%) (+19%) (+21%)

 

 

Die Reise mit Michael geht weiter und wir sind gespannt wo sie noch hingeht.

 

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